175 Jahre Bitterwasser «Birmo»


 aus dem 200jährigen «Gasthof Bären»

1842 löscht ein Arbeiter in einer Birmenstorfer Gipsgrube wie gewohnt seinen Durst mit «Bergschweiss». Doch für einmal schmeckt das reichlich rinnende Tropfwasser bitter. Er zapft einen Krug, bringt ihm seinem Patron. Der Grubenbesitzer heisst Johann Jakob Zehnder (1786-1853), besitzt den «Gasthof Bären» und lässt das Wasser chemisch prüfen. «Birmo» ist geboren, das therapeutische Bitterwasser, prämiert im belgischen Spa, in Den Haag, Chicago, Bordeaux und London. Es hilft so gut gegen Verdauungsstörungen und innere Krankheiten, dass 1913 178’000 Flaschen verkauft werden, davon 60’000 nach Frankreich.

Aus den bis zu 80 Metern tiefen Schächten kommt das Gestein mit Bittersalz. In grossen Wasserbecken werden die Salze mit hohem Magnesiumanteil gelöst. 7’000 Flaschen zu sechs Deziliter werden täglich abgefüllt. Die Produktion läuft bis 1971, bis 1984 produziert die Mineralquelle Eglisau künstliches Bitterwasser.

(Quelle: Rudolf, Max: Geschichte der Gemeinde Birmenstorf, Aarau 1981-91, S.540-550.)